Samstag, 24. Juni 2017
allein
ein
sicht
sucht
heim
schwer
los
schatten
eigen
nimmt
bei der hand
hinein
ins innen
licht
wo wir nicht
mehr
nicht
Sonntag, 18. Juni 2017
nahverkehr
ich fahre fahre es ist nicht mehr weit
suche das nahe nahe
das ich lange mit etwas anderm verwechselt
mein weg geht von hemmestorp
hinüber nach torna hällestad
das sind dreizehn kilometer zu strampeln
nicht weit und doch genügend weit
in den weiten meines mir eigenen himmelsgestads
denn auf den weitblick kommt es an
der braucht kein paris mehr kein new york
wo er ja verbaut
hier schau ich viel weiter hinaus ins land
ich fahre nach torna hällestad
das hiermit in meine weltkarte eingetragen
durch ein dorf einen tunnel viele bäume entlang
felder und höfe und rosenhecken
weiden und alte katen in größeren abständen
bis zum alten laden der wiedererstand
wo ich neulich einen guten caffe latte fand
und bücher und ein paar leutchen
da kann ich nun sitzen brauche nicht mehr zu reisen
habe alles notwendige bei der hand
Sonntag, 4. Juni 2017
helle nacht
du kommst langsam auf mich zu
wie mein traum kommst du mir entgegen
nichts mehr mußt du jemals sagen
das leben hat längst gesprochen
alles wichtige liegt im unsagbaren
lies mir vor: es war einmal
ein herz schlug fest, vor meinen augen
öffnete sich ein blütenkelch
in mühsal
Sonntag, 28. Mai 2017
gestalten
der weg teilt mich in streifen
ich folge keinem und jedem
wir werden alle durch einander gesogen
hier drinnen tanzt du immer weiter
mit langsamen schritten zu deiner musik
ich schreibe dir doch ich schreibe dies nicht
so verläuft ein tag beginnt und endet
im eigenen dämmer kann vieles verschwimmen
puppen häute steine bleiben liegen
die sterne entgleiten
vielleicht schreibe ich nur um sie loszuwerden
und werde noch schreiben im letzten licht
Donnerstag, 18. Mai 2017
in zungen
ich lese in sprachen
die nichts mit mir teilt
sie sind dort, wo die weißen
papierflieger wohnen
unerhörtes
das aufhorchen läßt
wo das leben trägt
im schlaf umher
äonen
Dienstag, 9. Mai 2017
licht
es dämmert und ich sehe nicht
mehr was ich schreibe so muß es denn
stehenbleiben wie es ist
der weg führt bis unter das fenster dahinter
sitzt jemand den ich früher einmal gekannt
und liest bei lampenschein
ich schaue nur, gehe nicht hinein
um mich wieder entfernen zu können
möchte wissen welches buch es ist
Mittwoch, 3. Mai 2017
ist nicht gejagtes
in diesen hagelschauern
dem eisigen wind
dem grellen licht?
die kleine blume hingegen
kostbar erwählung?
welches ist das eigentliche?
leben?
das alles alles unmögliche will?
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