Dienstag, 29. August 2017
was soll sein
nach lebenslänglicher luftguckerei
die augen fest an den boden geheftet
der unten ist
die uhren lassen sich nicht stören
sie haben gleich mir alle hände voll
zeit die welt
brennt weiter unter ihre
mütterlichen kontinentalplatten nimmt sie
alles geschaffene leicht zurück
so bin ich teil
dessen was einmal
eintrat
in mein haus
aus dem unmöglichen heraus
Dienstag, 22. August 2017
manchmal frage ich noch
wer du bist
lieber antworte nicht
du bist die antwort
Samstag, 12. August 2017
niemandem reicht
sein eines leben –
blumen stehen
in ihrer schönheit
und stille –
könnte es meine
eigene sein
denn der himmel
redet dunkel alles
wirbelt wie ohne existenz
Mittwoch, 2. August 2017
wild
aufmerksam im
da
der nacht zugewandt
wartet nicht
treibt
im voraus zu
auf das andere
durch sich gesehen
wie nie
hülle
aus schwachstrom
strich
im blick
Dienstag, 25. Juli 2017
dämmer
der himmel hält sich bedeckt
wir kommen der sache schon näher boden
haftung ist da
mehr als genug
feiner regen sickert in die schalen
unserer verstecke die vögel haben
jenen reglosen weitblick
reihen sich auf überland das rätsel
geht stetig
in sich zurück
Samstag, 15. Juli 2017
flaute
die sonne ändert nichts
nährt nur jene unruhe
ich bin durchreisende
mit dem recht
zu beobachten
in der gewißheit
von woanders her zu sein
das grelle licht gibt allem
eine unerträgliche nuance
so vieles will wachsen
dem druck entgegen
vor dem ich die segel
streiche
Sonntag, 9. Juli 2017
luftmentsh
dreieinhalb
takte deine
lebensmusik
geschenk und diebstahl
zu gleichen teilen
aushaltende spannung
blätterrascheltöne
zu einem anderen
(besseren)
menschen
dreieinhalb
verschwiegenheiten
neundreiviertel
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